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Während der unkultivierten Zeitspannen dreht das Spiel um den Ball; während der kultivierten dreht der Ball um das Spiel.

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Der primitive Fussball

Ende des 15. Jahrhunderts erscheint der Fussball in der englischen Literatur: «Du, gemeiner Fussballer», ruft der Graf von Kent in Shakespeares Stück «König Lear» aus, um die Anhänger eines Brauchtums, der oft in Kämpfen zwischen Dörfern ausartete, zu geisseln. Die Könige von England verboten während einer sehr langen Zeit den Fussball.

Anfangs des 19. Jahrhunderts war die Verwandschaft zwischen Fussball und Rugby noch gross. Obwohl im Fussball der Ball grundsätzlich nicht mit den Händen gehandhabt werden durfte, gestattete die sogenannte «Fair-Catch-Regel» den Ball mit der Hand anzuhalten, wenn er hoch zukam. Bemerkenswert ist auch, dass der Torhüter noch bis 1912 überall in der eigenen Spielfeldhälfte den Ball mit den Händen fassen durfte.

FussballersalatDer Fussball bot damals sehr bewegte Szenen (siehe Abbildung). Bevor mit System gespielt wurde war Fussball kein Spiel, sondern ein roher Kampf. Das Ziel war, den Ball über eine lange Torlinie, später zwischen zwei Pfosten und eventuell einer Latte, zu bringen. Die Fussballsitte übernahm allmählich Normen, welche die Aggressivität dämpften. Es entstanden Gewohnheiten bezüglich Einwürfen und Spielzügen. Von diesen Gewohnheiten war die wichtigste, den Ball nicht zu überholen, weil sie dem Spiel Struktur und System gab. So kam es vom primitiven Fussball zu einer kultivierten Zeitspanne, Mitte des 19. Jahrhunderts, die vom antiken System geprägt war.

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